Apples Siri-KI-Überarbeitung verzögert sich wegen Problemen mit Gemini-basierten Tests
Apples geplante, auf LLM basierende Siri-Neugestaltung, die auf einem Google Gemini-Deal im Wert von 1 Milliarde Dollar pro Jahr basiert, verzögert sich über iOS 26.4 hinaus, nachdem interne Tests Qualitäts- und Geschwindigkeitsprobleme aufgedeckt haben, die über eine Milliarde iPhone-Nutzer betreffen.
Eine Milliarden-Dollar-Aufrüstung stößt an ihre Grenzen
Apples ambitionierter Plan, Siri von einem einfachen Sprachassistenten in einen wirklich intelligenten KI-Begleiter zu verwandeln, ist auf ernsthafte Schwierigkeiten gestoßen. Das Unternehmen bestätigte, dass Schlüsselfunktionen der überarbeiteten Siri – die von Googles großem Sprachmodell Gemini im Rahmen eines Vertrags im Wert von rund 1 Milliarde Dollar pro Jahr unterstützt wird – nicht wie ursprünglich geplant mit iOS 26.4 ausgeliefert werden. Stattdessen könnten einige Funktionen auf iOS 26.5 im Mai verschoben werden, wobei die vollständige Überarbeitung möglicherweise erst mit iOS 27 im September erfolgt.
Was bei den Tests schief gelaufen ist
Laut Mark Gurman von Bloomberg haben interne Tests ergeben, dass die neue Siri Fehler bei der Verarbeitung von Anfragen macht und zu langsam reagiert – Probleme, die Apple als inakzeptabel erachtet, bevor sie an mehr als eine Milliarde iPhone-Nutzer weltweit ausgeliefert wird. Zwei Funktionen sind besonders im Verzug: die Möglichkeit, persönliche Daten wie Textnachrichten und Fotos zu durchsuchen, um Aufgaben zu erledigen, und die sprachgesteuerte Steuerung von In-App-Aktionen.
Die Funktion für persönliche Daten – mit der Siri einen Podcast finden könnte, den ein Freund in einer Textnachricht erwähnt hat, oder Flugdetails aus einer E-Mail abrufen könnte – wird laut Gurman "besonders wahrscheinlich verschoben". Die sprachgesteuerte In-App-Steuerung hinkt unterdessen ihrem ursprünglichen Zeitplan deutlich hinterher.
Die Google Gemini Partnerschaft
Die Verzögerungen kommen nur wenige Wochen, nachdem Apple und Google im Januar 2026 ihre bahnbrechende KI-Partnerschaft offiziell bekannt gegeben haben. Im Rahmen der mehrjährigen Vereinbarung erhält Apple vollständigen Zugriff auf Googles Gemini-Modell in seinen eigenen Rechenzentren – ein Deal, der laut einem Bericht von The Information "tiefergreifender als bisher bekannt" sein soll.
Anstatt Gemini direkt auf den Geräten auszuführen, verwendet Apple einen Prozess namens Destillation, um kleinere, aufgabenspezifische Modelle zu erstellen, die weniger Rechenleistung benötigen und lokal auf iPhones ausgeführt werden können. Diese kompakten Modelle lernen aus Geminis interner Argumentation und erzielen eine vergleichbare Leistung mit deutlich reduziertem Ressourcenbedarf.
Was die neue Siri verspricht
Wenn sie endlich kommt, stellt die überarbeitete Siri eine grundlegende architektonische Veränderung dar. Der Assistent wird in der Lage sein:
- Konversationellen Kontext zu verstehen und sich an vergangene Interaktionen zu erinnern
- Bildschirminhalte zu erkennen und darauf zu reagieren
- Informationen aus E-Mails, Nachrichten und Fotos zu extrahieren
- Nahtlos über Apps hinweg zu arbeiten, um mehrstufige Aufgaben zu erledigen
- Proaktiv Aktionen vorzuschlagen – wie z. B. früher loszufahren, um Staus vor einer Flughafenabholung zu vermeiden
Apple plant außerdem, Siri für konkurrierende KI-Assistenten über die bestehende ChatGPT-Integration hinaus zu öffnen und das iPhone als eine breitere KI-Plattform zu positionieren.
Das größere Bild
Die Verzögerung unterstreicht die enorme technische Herausforderung, KI in Apples Größenordnung einzusetzen. Während Wettbewerber wie Google Assistant und Samsungs Galaxy AI bereits LLM-gestützte Funktionen ausgeliefert haben, spiegelt Apples vorsichtiger Ansatz sein Engagement für Zuverlässigkeit gegenüber Markteinführungsgeschwindigkeit wider. Eine fehlerhafte Siri-Einführung auf einer Milliarde Geräten könnte weitaus schädlicher sein als eine verzögerte.
Es wird erwartet, dass Apple den vollen Umfang seiner Siri-Überarbeitung auf der WWDC am 8. Juni vorstellen wird, wobei die bedeutendsten Änderungen im Herbst mit iOS 27 eintreffen werden. Vorerst müssen iPhone-Nutzer etwas länger auf den KI-Assistenten warten, den Apple versprochen hat – und für dessen Entwicklung es eine Milliarde Dollar pro Jahr zahlt.
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