Blutmond am Himmel: Letzte totale Mondfinsternis bis 2029
Am 3. März 2026 wird sich der Mond in ein tiefes Purpurrot verwandeln – die letzte von der Erde aus sichtbare totale Mondfinsternis für fast drei Jahre. Ein Himmelsereignis, das Milliarden ohne spezielle Ausrüstung beobachten können.
Ein seltenes Fenster zum Kosmos
In zwei Tagen werden Milliarden Menschen im Pazifikraum, in Nord- und Südamerika, Australien und Ostasien Zeugen eines der dramatischsten Naturschauspiele: einer totalen Mondfinsternis – gemeinhin als Blutmond bekannt. Dieses Ereignis, das in den frühen Morgenstunden des 3. März 2026 stattfindet, wird die letzte ihrer Art auf der Erde bis zum Silvesterabend 2028 sein, weshalb man sie nicht verpassen sollte.
Was genau passiert
Eine totale Mondfinsternis tritt ein, wenn die Erde direkt zwischen Sonne und Mond hindurchzieht und ihren vollen Schatten – die Umbra – auf die Mondoberfläche wirft. Der Mond wird nicht völlig dunkel, sondern leuchtet in einem tiefen Kupferrot. Laut NASA liegt dies daran, dass sich das Sonnenlicht in der Erdatmosphäre bricht, wobei blaue Wellenlängen gestreut werden, während rotes und oranges Licht zum Mond hin gebogen wird. Der Effekt ist, als ob jeder Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf der Erde gleichzeitig auf die Mondoberfläche projiziert würde.
Die Magnitude dieser Finsternis beträgt 1,150, was bedeutet, dass der Mond vollständig in den dunkelsten Schatten der Erde eintauchen wird, was zu einem lebhaften, satten roten Schauspiel führt. Die Totalität – die vollständig rote Phase – dauert 58 Minuten und 18 Sekunden, beginnt um 11:04 UTC und erreicht ihr Maximum um 11:33 UTC.
Wer zusehen kann
Das Ereignis ist für einen bemerkenswerten Teil der Menschheit zugänglich. TimeandDate.com schätzt, dass etwa 3,34 Milliarden Menschen mindestens einen Teil der Totalität beobachten können, wobei 2,5 Milliarden die volle 58-minütige rote Phase sehen können.
- Beste Sicht: Westliches Nordamerika, Hawaii (Abend des 2. März), der Pazifik, Neuseeland, Australien, Japan und Ostasien
- Teilweise Sicht: Zentralasien und ein Großteil Südamerikas
- Nicht sichtbar: Afrika, der größte Teil Europas (einschließlich Großbritannien und Westrussland) und Westasien
Es sind weder Teleskop noch spezielle Brillen erforderlich – im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis ist ein Blutmond völlig gefahrlos mit bloßem Auge zu beobachten. Ein Fernglas verstärkt die subtilen Farbabstufungen auf der Mondoberfläche.
Warum diese so wichtig ist
Totale Mondfinsternisse sind nicht verschwindend selten, aber eine Lücke von fast drei Jahren zwischen ihnen ist bedeutend genug, um Astronomen zu veranlassen, dieses Ereignis dringend hervorzuheben. Wie Space.com feststellt, wird unser natürlicher Satellit nach dem 3. März "für fast drei Jahre nicht mehr vollständig im Schatten der Erde verschwinden". Die nächste totale Mondfinsternis ist für den 31. Dezember 2028 geplant und leitet eine seltene Häufung von drei Blutmonden in den Jahren 2028–2029 ein.
Das Timing platziert diesen Blutmond auch in einer breiteren Finsternis-Saison: Er folgt auf eine ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar und geht einer totalen Sonnenfinsternis im August 2026 voraus, eine ungewöhnlich aktive Phase für Finsternis-Enthusiasten.
Wie man sich vorbereitet
Für Beobachter in Nordamerika erreicht der Blutmond in den frühen Morgenstunden des 3. März seinen Höhepunkt. Diejenigen an der US-Westküste werden die rötlichste Phase gegen 3–4 Uhr morgens Ortszeit sehen, während die Ostküste das Ende der Totalität kurz vor Sonnenaufgang erwischt. In Japan und Ostaustralien entfaltet sich das Ereignis praktischerweise in den Abendstunden.
EarthSky empfiehlt, einen Ort abseits der Stadtlichter zu finden, um den besten Kontrast zu erzielen. Sofern der Himmel klar ist, wird der Mond in der Nähe des Sterns Regulus im Sternbild Löwe erscheinen, was einen unvergesslichen Rahmen für Fotografen bietet. Ein Bonus für Sternengucker: Am 8. März werden Venus und Saturn auffallend nahe beieinander erscheinen und die astronomischen Höhepunkte der Woche verlängern.
Markieren Sie Ihren Kalender
Für alle, die schon immer einen Blutmond erleben wollten, ist das Zeitfenster am 3. März sowohl unmittelbar als auch unersetzlich. Da es bis zu den letzten Stunden des Jahres 2028 keine totale Mondfinsternis mehr geben wird, stellt diese Himmelskonstellation eine einmalige Gelegenheit alle drei Jahre dar – keine Ausrüstung erforderlich, keine Eintrittskarte nötig, nur ein klarer Nachthimmel.
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