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Indian Wells 2026: Alcaraz jagt historischen dritten Titel

Das BNP Paribas Open – das inoffizielle 'fünfte Grand Slam' des Tennis – beginnt am 4. März in Kalifornien. Carlos Alcaraz strebt einen dritten aufeinanderfolgenden Titel in Indian Wells an, während Jannik Sinner seinen ersten Titel in der Wüste anpeilt.

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Redakcia
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Indian Wells 2026: Alcaraz jagt historischen dritten Titel

Die größte Bühne der Wüste

Mit der Öffnung der Tore des Indian Wells Tennis Garden am Mittwoch begann das größte Tennistreffen außerhalb der vier Grand Slams. Das BNP Paribas Open 2026 – das bis zum 15. März im Coachella Valley stattfindet – trägt einen inoffiziellen, aber weithin akzeptierten Titel: das fünfte Grand Slam. Mit einem 96er-Feld, einem zweiwöchigen Zeitplan und dem zweitgrößten permanenten Outdoor-Tennisstadion der Welt (Kapazität 16.100, nur übertroffen von Arthur Ashe) ist das Prestige des Turniers nur mit dem der Majors selbst vergleichbar.

Dies ist die 52. Ausgabe des Herrenevents, und sie kommt mit einer klaren Geschichte: Kann Carlos Alcaraz seinen dominanten Start ins Jahr 2026 ausbauen, und kann Jannik Sinner endlich den einen prestigeträchtigen Hartplatztitel gewinnen, der ihm bisher verwehrt geblieben ist?

Alcaraz: Unaufhaltsame Macht

Die Zahlen um die Nummer 1 der Welt, Carlos Alcaraz, sind beeindruckend. Der 22-jährige Spanier geht mit einer Bilanz von 12:0 in die Saison 2026 in Indian Wells, nachdem er sowohl die Australian Open – wo er ein Marathon-Fünf-Satz-Halbfinale gegen Alexander Zverev über 5 Stunden und 27 Minuten überstand – als auch das Qatar ExxonMobil Open in Doha gewonnen hat. Er kommt nicht nur als Topgesetzter, sondern wohl als der heißeste Spieler der Welt.

Alcaraz ist auch der zweimalige Titelverteidiger von Indian Wells, nachdem er den Titel 2023 und 2024 gewonnen hat. Ein dritter Titel in Folge wäre eine historische Leistung bei einem Event, bei dem es nur sehr wenige Titelverteidigungen in Folge, geschweige denn drei Titel in Folge gab. Die Auslosung hat ihm jedoch einen potenziellen Kracher beschert: Novak Djokovic, der fünfmalige Indian Wells-Champion, ist in Alcaraz' Hälfte gelandet und könnte als Viertel- oder Halbfinalgegner lauern.

Alcaraz eröffnet gegen Grigor Dimitrov oder Terence Atmane, die beide in der Lage sind, frühzeitig Probleme zu bereiten. Doch Analysten und ehemalige Spieler, darunter Eugenie Bouchard, gehen größtenteils davon aus, dass er sich durch das Feld navigieren wird. Wie das Panel von Tennis.com feststellte, ist die Frage nicht, ob Alcaraz mithalten wird – sondern ob ihn jemand aufhalten kann.

Sinner: Der hungrige Jäger

Der an Nummer zwei gesetzte Jannik Sinner bringt eine andere Geschichte in die Wüste mit. Der Italiener, ein viermaliger Grand-Slam-Champion und amtierender ATP-Finals-Champion, erreichte in den letzten beiden Jahren jeweils das Halbfinale von Indian Wells – ging aber beide Male ohne Trophäe nach Hause. Er jagt immer noch seinen ersten Titel bei dem Event, das weithin als das "fünfte Slam" bezeichnet wird.

Seine Saison 2026 war eher gemessen als elektrisierend: ein Halbfinal-Aus bei den Australian Open, gefolgt von einer Viertelfinal-Niederlage in Doha gegen Jakub Mensik. Dennoch bleiben Sinners zugrunde liegende Zahlen beeindruckend – eine Hartplatz-Siegquote von 88,6 %, 90 % Erfolg in Tiebreaks und erstklassige Aufschlagstatistiken. Analysten bei Tennisratio beschreiben seine Auslosung als die am besten zu bewältigende im Feld, wobei der an Nummer acht gesetzte Ben Shelton der wahrscheinlichste Viertelfinalgegner ist. Ein potenzielles Finale Alcaraz–Sinner wäre eines der am meisten erwarteten Matches der jüngeren Vergangenheit.

Das größere Bild

Jenseits der beiden Hauptdarsteller bietet Indian Wells 2026 fesselnde Nebenhandlungen. Das Fehlen eines frühen Höhepunkts von Sinner öffnet Spielern wie Shelton, Mensik und Tommy Paul die Tür, die alle mit Selbstvertrauen antreten. Auf der Frauenseite verteidigt Mirra Andreeva ihren Titel in einem Feld, das sich zu einem offenen Rennen entwickelt.

Das BNP Paribas Open zog 2024 493.440 Zuschauer an – die höchste Zuschauerzahl aller Tennisveranstaltungen außerhalb der vier Grand Slams – und festigte damit seinen Status als kulturelles und sportliches Phänomen. Als erstes ATP Masters 1000-Event der Saison gibt es traditionell den Ton für die Frühjahrs-Hartplatzsaison an, bevor der Circuit auf Sand umsteigt.

Während Alcaraz Jagd auf Geschichte macht und Sinner nach Wiedergutmachung hungert, bietet die kalifornische Wüste genau das Drama, das die Tenniswelt verlangt.

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