Iran-Krieg tritt in die sechste Woche ein: Trump setzt Hormus-Ultimatum
Die US-amerikanisch-israelische Militärkampagne gegen den Iran erreicht mit über 2.076 Todesopfern die sechste Woche. Präsident Trump droht mit der Zerstörung der iranischen Infrastruktur, sollte die Straße von Hormus nicht bis Dienstag wieder geöffnet werden.
Ein Konflikt ohne absehbares Ende
Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran ist in seine sechste Woche eingetreten, ohne dass ein Waffenstillstand in Sicht ist. Mehr als 2.076 Iraner sind tot, und die globalen Energiemärkte befinden sich im Aufruhr. Der Konflikt, der am 28. Februar mit überraschenden Luftangriffen begann, bei denen der Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde, hat sich nun zu einem ausgewachsenen Konflikt um die Straße von Hormus ausgeweitet – die schmale Wasserstraße, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt.
Am Samstag stellte Präsident Donald Trump Teheran ein mit Kraftausdrücken gespicktes Ultimatum: Die Meerenge solle bis Dienstagabend wieder geöffnet werden, andernfalls drohe die systematische Zerstörung der iranischen Kraftwerke und Brücken. "Macht die verdammte Meerenge auf, ihr verrückten Arschlöcher, oder ihr werdet in der Hölle leben", postete Trump auf Truth Social und erklärte später gegenüber dem Wall Street Journal, dass der Iran "keine Kraftwerke und keine Brücken mehr stehen haben wird", wenn die Frist verstreicht.
Iran weist die Frist zurück
Teheran wies die Drohung umgehend zurück. Das iranische zentrale Militärkommando bezeichnete Trumps Ultimatum als "hilflose, nervöse, unausgewogene und dumme Aktion". Der stellvertretende Kommandeur Mehdi Tabatabaei bezeichnete die Wortwahl des Präsidenten als "Obszönitäten und Unsinn aus schierer Verzweiflung". Die iranische UN-Mission ging noch weiter und warf Washington offen vor, durch die gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur mit Kriegsverbrechen zu drohen.
Der Iran hat bekräftigt, dass die Meerenge erst dann wieder geöffnet wird, wenn die Kriegsschäden "vollständig entschädigt" sind, und schlägt damit eine neue Rechtsordnung mit Transitgebühren vor – eine Bedingung, die die Vereinigten Staaten kategorisch abgelehnt haben.
Dramatische Pilotenrettung verschärft die Spannungen
Das Ultimatum erfolgte im Anschluss an eine dramatische Rettungsaktion tief im iranischen Territorium. Ein US-Waffensystemoffizier einer abgeschossenen F-15E Strike Eagle hatte sich über dem Südwesten Irans mit dem Schleudersitz gerettet und sich mehr als 24 Stunden lang in einer Bergspalte versteckt, bevor Navy SEALs ihn bargen. Die CIA soll eine Täuschungskampagne durchgeführt und Falschmeldungen über die Bergung des Piloten verbreitet haben, um iranische Suchtrupps abzulenken.
Trump feierte die Operation als "Osterwunder" und "eine der kühnsten" Rettungsmissionen in der US-Militärgeschichte und erklärte auf Social Media: "WIR HABEN IHN!" Der Vorfall, der Washington zwar moralisch aufbaute, hat die Spannungen mit Teheran weiter verschärft.
Ölmärkte in Alarmbereitschaft
Die Schließung der Straße von Hormus – von Analysten als die größte Störung der globalen Energieversorgung seit der Ölkrise der 1970er Jahre bezeichnet – hat die Rohölpreise in die Höhe getrieben. Brent Crude überstieg am 8. März zum ersten Mal seit vier Jahren die Marke von 100 Dollar pro Barrel und erreichte mit 126 Dollar seinen Höchststand. Am Sonntag lag US-Rohöl über 114 Dollar pro Barrel, und Wall-Street-Analysten warnten, dass die Preise bei einer anhaltenden Blockade einen beispiellosen Wert von 200 Dollar erreichen könnten. Oxford Economics hat ein Szenario modelliert, in dem zwei Monate mit 140 Dollar pro Barrel einen "Bruchpunkt" für die Weltwirtschaft darstellen würden.
Ein sich ausweitender regionaler Krieg
Der Konflikt hat sich weit über die iranischen Grenzen hinaus ausgebreitet. Im Libanon hat eine israelische Bodeninvasion gegen die Hisbollah mehr als 1.400 Menschen getötet. Die jemenitischen Huthi-Truppen traten dem Krieg am 28. März bei und feuerten ballistische Raketen auf Israel ab. Iranische Vergeltungsschläge trafen US-Stützpunkte in der gesamten Golfregion – in Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und den VAE – und töteten mindestens 13 amerikanische Soldaten und 27 Menschen in den Golfstaaten. Israel hat mindestens 24 Todesopfer durch iranische Raketen- und Drohnenangriffe zu beklagen.
Angesichts der bevorstehenden Frist von Trump am Dienstag und der mangelnden Bereitschaft des Iran, sich zu fügen, bereitet sich die Welt auf die möglicherweise zerstörerischste Eskalation des Konflikts vor. Die Frage ist nicht mehr, ob sich der Krieg ausweiten wird, sondern wie weit.
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