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Nagelsmann benennt DFB-Kader für letzte WM-Tests

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat seinen 26-köpfigen Kader für die Testspiele gegen die Schweiz und Ghana bekanntgegeben — die letzte Standortbestimmung vor der WM 2026 in Nordamerika.

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Redakcia
3 Min. Lesezeit
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Zwei Debütanten und sechs Rückkehrer im Aufgebot

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat in Frankfurt am Main seinen 26-köpfigen Kader für die letzten Länderspiele vor der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 vorgestellt. Deutschland trifft am 27. März in Basel auf die Schweiz und am 30. März in Stuttgart auf Ghana. Für Nagelsmann ist es die letzte Gelegenheit, sein Personal unter Wettkampfbedingungen zu prüfen, bevor er Ende Mai den finalen WM-Kader bei der FIFA einreichen muss.

Für Aufsehen sorgt vor allem die Erstberufung der beiden Bayern-Talente Lennart Karl und Jonas Urbig, die bislang nur für die U21-Nationalmannschaft aufliefen. Zudem kehren sechs erfahrene Profis ins Aufgebot zurück: Kai Havertz (FC Arsenal), Pascal Groß (Brighton), Anton Stach (Leeds United), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Deniz Undav und Josha Vagnoman (beide VfB Stuttgart).

Musiala fehlt verletzt — Stach überrascht

Der prominenteste Abwesende ist Jamal Musiala. Der 23-jährige Bayern-Star laboriert noch an den Folgen einer schweren Beinverletzung, die er sich beim FIFA Club World Cup im vergangenen Sommer zugezogen hatte. Nagelsmann betonte, dass man kein Risiko eingehen wolle. Ebenfalls nicht im Kader stehen Niclas Füllkrug, Karim Adeyemi und Angelo Stiller.

Die einzige echte Überraschung der Nominierung ist laut Sportschau Anton Stach von Leeds United. Der Mittelfeldspieler überzeugt in der Premier League, obwohl Nagelsmann ihn zuvor noch nicht als Stammspieler-Typ eingestuft hatte. Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann kritisierte hingegen die Nominierung von Leroy Sané und sah andere Spieler als verdientere Kandidaten.

Nagelsmanns Philosophie: Kern erhalten, Talente integrieren

Der Bundestrainer erklärte seine Kaderstrategie klar: „Uns war es bei der Nominierung wichtig, dass der Kern der Mannschaft bestehen bleibt und sich weiter finden kann. Daneben möchten wir uns aber auch Spieler, die wir noch nicht so gut kennen, in diesem Gefüge anschauen." Gleichzeitig stellte er laut DFB klar: „Das ist noch keine WM-Nominierung" — der März-Kader und der endgültige WM-Kader sollen aber eng zusammenhängen.

Machbare WM-Gruppe — aber kein Selbstläufer

Bei der Auslosung im Dezember wurde Deutschland in Gruppe E mit Ecuador, der Elfenbeinküste und Curaçao gelost. Auf dem Papier eine lösbare Aufgabe, doch mit Ecuador und der Elfenbeinküste warten zwei unbequeme Gegner. Deutschland gilt als Gruppenfavorit, im globalen Favoritenfeld wird die DFB-Elf jedoch laut Experten hinter Spanien, England, Frankreich, Brasilien und Argentinien eingeordnet.

Nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Turniere — dem Vorrundenaus bei der WM 2022 in Katar und dem Achtelfinale bei der Heim-EM 2024 — steht Nagelsmann unter Druck, Deutschland wieder in die Weltspitze zu führen. Die Tests gegen die Schweiz und Ghana werden zeigen, wie weit das Team auf diesem Weg bereits ist.

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