Samsung Galaxy S26 setzt voll auf personalisierte KI
Samsung hat die Galaxy S26-Serie auf dem Galaxy Unpacked-Event in San Francisco am 25. Februar vorgestellt. Die vier Flaggschiff-Smartphones werden vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 angetrieben und bieten eine tiefe KI-Integration – einschließlich des Sprachassistenten von Perplexity, der in die Kern-Apps integriert ist.
Eine neue Flaggschiff-Ära beginnt in San Francisco
Samsung präsentierte am Dienstag in San Francisco seine bisher KI-ambitionierteste Smartphone-Reihe. Auf dem Galaxy Unpacked 2026 stellte der südkoreanische Technologiekonzern die Galaxy S26-Serie vor – vier verschiedene Flaggschiff-Smartphones, die künstliche Intelligenz von einem Marketing-Schlagwort zu einer tiefgreifenden Betriebssystemfunktion machen. Die Botschaft von Samsung war eindeutig: Intelligenz sollte persönlich, adaptiv und immer verfügbar sein.
Die Modellreihe: Vier Smartphones, eine Vision
Die Galaxy S26-Familie umfasst vier Modelle, um jeden Bereich des Premium-Marktes abzudecken. Das Basismodell Galaxy S26 verfügt über ein 6,3-Zoll-AMOLED-Display, 12 GB RAM und einen 4.300-mAh-Akku und kostet 799 US-Dollar – genauso viel wie sein Vorgänger. Das Galaxy S26+ bietet ein 6,7-Zoll-Display zum Preis von 999 US-Dollar, während das Galaxy S26 Ultra mit einem Aluminiumrahmen und einer überarbeiteten Kameraplattform mit einem 200-MP-Hauptsensor auf Power-User abzielt und 1.299 US-Dollar kostet.
Die auffälligste Neuerung ist das Galaxy S26 Edge, eine hauchdünne Premium-Variante mit einer Dicke von nur 5,5 mm – 0,3 mm weniger als sein Vorgänger – die sich an Nutzer richtet, die Wert auf Portabilität legen, ohne auf Leistung zu verzichten. Die gesamte Modellreihe ist ab dem 11. März 2026 im Handel erhältlich. Vorbestellungen sind bereits möglich und Samsung bietet beim Eintausch alter Geräte Einsparungen von bis zu 900 US-Dollar.
Unter der Haube: Ein neuer Chip-Vorstoß
Alle vier Modelle werden in den meisten Märkten vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 von Qualcomm angetrieben, während Samsungs eigener Exynos 2600-Chip in ausgewählten Regionen zum Einsatz kommt. Samsung behauptet, dass der Exynos 2600 die Lücke zu Qualcomms Silizium schließt, insbesondere in Bezug auf Grafik und On-Device-KI-Inferenz – ein kritischer Maßstab, da das Unternehmen stärker auf lokale KI-Verarbeitung setzt, anstatt sich ausschließlich auf Cloud-Computing zu verlassen.
KI wird Multi-Agent
Die wichtigste Software-Neuerung ist Samsungs Umstellung auf ein Multi-Agent-KI-Ökosystem. Anstatt auf einen einzigen Assistenten zu setzen, wird das Galaxy S26 mit drei sprachaktivierten KI-Optionen ausgeliefert, die parallel laufen: dem aktualisierten Bixby, dem Google Assistant und – in einer bedeutenden neuen Partnerschaft – Perplexity AI, das mit dem Befehl „Hey, Plex“ aufgerufen wird.
Perplexity ist nicht nur eine Suchabkürzung. Laut Samsung und The Shortcut ist es tief in die Kern-Apps von Samsung integriert, darunter Notizen, Galerie, Kalender, Uhr und Erinnerung. Benutzer können mehrstufige Workflows – z. B. das Planen eines Meetings, das Finden eines Veranstaltungsortes und das Buchen einer Fahrt – über einen einzigen Sprachbefehl aufrufen. Samsung bezeichnet dies als KI, die den Kontext lernt, anstatt isolierte Aufgaben auszuführen.
Fotografie neu definiert durch maschinelles Lernen
Die Kameraverbesserungen der S26-Serie basieren stark auf On-Device-KI und weniger auf reinen Hardware-Megapixel-Upgrades. Die neuen Fototools von Galaxy AI ermöglichen es Benutzern, Tageslichtbilder in überzeugende Nachtszenen umzuwandeln, fehlende oder beschädigte Teile von Objekten innerhalb eines Fotos wiederherzustellen und mehrere Aufnahmen zu einem einzigen zusammenhängenden Bild zusammenzufügen – alles lokal in weniger als einer Sekunde verarbeitet, so Samsung. Die Periskop- und Ultraweitwinkelobjektive des S26 Ultra wurden ebenfalls für eine verbesserte Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und Teleaufnahmen verbessert.
Mehr als nur Smartphones: Galaxy Buds 4
Samsung stellte außerdem die Galaxy Buds 4 und Galaxy Buds 4 Pro vor, die über ein kompakteres Ladecase, Kopfgestensteuerung zum Annehmen oder Ablehnen von Anrufen und einen Ultra Wideband-Chip zur präzisen Standortverfolgung verfügen. Das Pro-Modell bietet zusätzlich KI-gesteuerte adaptive Klanganpassung und eine engere Integration in das Galaxy AI-Ökosystem.
Den Einsatz im KI-Smartphone-Wettrennen erhöhen
Samsungs Unpacked-Enthüllung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Apple, Google und chinesische Konkurrenten wie Xiaomi und Huawei den Wettbewerb bei KI-definierten Smartphones verstärken. Indem Samsung Perplexity neben Bixby und Google integriert – und für später im Jahr 2026 KI-Agenten von Drittanbietern verspricht – positioniert Samsung Galaxy als eine offene KI-Plattform und nicht als einen geschlossenen Garten. Ob Verbraucher für diese Flexibilität einen Aufpreis zahlen oder bei Apple Intelligence unter iOS bleiben, wird die entscheidende kommerzielle Frage dieses Smartphone-Zyklus sein.
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