Blutmond am 3. März: Letzte totale Mondfinsternis bis 2029
Eine totale Mondfinsternis wird den Mond am 3. März 2026 tiefrot färben – der letzte Blutmond, der bis Silvester 2028 von der Erde aus sichtbar ist. Sternenbeobachter in Asien, Australien, dem Pazifikraum und Amerika haben einen Logenplatz für 59 Minuten Totalität.
Ein seltenes Himmelsspektakel
In den frühen Morgenstunden des 3. März 2026 wird der Schatten der Erde den Vollmond vollständig verschlucken und ihn in die tiefe, rostfarbene Kugel verwandeln, die Astronomen als Blutmond bezeichnen. Das Ereignis – eine totale Mondfinsternis – wird in einem breiten Streifen der Welt sichtbar sein und eine besondere Bedeutung haben: Es ist die letzte totale Mondfinsternis bis zum 31. Dezember 2028, was bedeutet, dass die nächste Gelegenheit für Sternenbeobachter, dieses Phänomen zu erleben, fast drei Jahre entfernt liegt.
Die Wissenschaft hinter dem roten Mond
Eine totale Mondfinsternis tritt auf, wenn sich die Erde während eines Vollmonds direkt zwischen Sonne und Mond positioniert und ihren Schatten über die gesamte Mondoberfläche wirft. Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis, die einen strikten Augenschutz erfordert, ist eine Mondfinsternis völlig gefahrlos mit bloßem Auge zu beobachten – es sind keine speziellen Brillen erforderlich.
Der Mond wird während der Totalität nicht dunkel. Stattdessen leuchtet er tief orange oder rot, weil das Sonnenlicht, das um die Ränder der Erde herumgeht, durch die Erdatmosphäre gefiltert wird. Laut NASA beleuchtet derselbe Streueffekt, der auf der Erde lebhafte Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge erzeugt, gleichzeitig die Mondoberfläche von unten – im Wesentlichen werden jeder Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, der auf der Erde in diesem Moment stattfindet, auf einmal auf den Mond projiziert.
Wichtige Zeitpunkte und wo man zusehen kann
Die Totalität beginnt um 11:04 UTC und endet um 12:03 UTC, wobei die maximale Finsternis – wenn der Mond am tiefsten im Erdschatten sitzt – um 11:33 UTC eintritt. Die vollständige Finsternissequenz, vom ersten Kontakt mit der Penumbra bis zum endgültigen Austritt, erstreckt sich über etwa 5 Stunden und 39 Minuten.
Das Sichtbarkeitsfenster begünstigt ein breites Publikum:
- Ostasien, Japan, Südkorea: Abend des 3. März (Totalität 20:04–21:03 Uhr Ortszeit)
- Ostaustralien: Später Abend, 3. März (22:04–23:03 Uhr)
- Neuseeland: Nach Mitternacht, 4. März
- US-Pazifikküste: Früher Morgen, 3. März (3:04–4:03 Uhr)
- US-Ostküste: Vor Sonnenaufgang, 3. März (6:04–7:03 Uhr)
Europa, Afrika und der Nahe Osten werden die Totalität vollständig verpassen, da sich der Mond unterhalb ihres Horizonts befinden wird, wenn das Hauptereignis stattfindet.
Eine besondere Ausrichtung
Aufmerksame Beobachter werden feststellen, dass sich der Blutmond während der maximalen Finsternis in der Nähe von Regulus befindet, dem hellsten Stern im Sternbild Löwe. Der verdunkelte Mond wird Regulus und die umliegenden Sterne ungewöhnlich leicht erkennbar machen. Die Finsternis gehört zu Saros 133, der periodischen Familie von Finsternissen, die sich in einem Zyklus von etwa 18 Jahren wiederholen.
In Ostasien fällt das Ereignis mit den letzten Tagen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest zusammen, was dem himmlischen Schauspiel für Hunderte Millionen Menschen in China, Japan und Südkorea eine zusätzliche kulturelle Bedeutung verleiht.
Wie man zuschaut
Es ist kein Teleskop erforderlich, obwohl Space.com empfiehlt, etwa 30 Minuten vor der Totalität mit den Beobachtungen zu beginnen, um zu sehen, wie sich der Erdschatten stetig über die Mondscheibe schiebt. Ein dunkler Ort abseits der Stadtlichter wird die Sicht erheblich verbessern, und ein Fernglas oder ein kleines Teleskop wird Oberflächendetails enthüllen, die in unheimlichem rotem Licht gebadet sind.
Das lange Warten, das vor uns liegt
Nach dem heutigen Ereignis brauchen Sternenbeobachter Geduld. Die nächste totale Mondfinsternis ist für den 31. Dezember 2028 bis zum 1. Januar 2029 geplant – ein Silvester-Blutmond, der einen dramatischen Start ins Jahr 2029 darstellen wird. Für alle, die im Sichtbarkeitsbereich klaren Himmel haben, bedeutet das Verpassen der Finsternis vom 3. März eine fast dreijährige Wartezeit auf eine zweite Chance.
Bleib auf dem Laufenden!
Folge uns auf Facebook für die neuesten Nachrichten und Artikel.
Folge uns auf Facebook