Kultur

Oscars 2026: "Sinners" mit Rekordverdächtigen 16 Nominierungen

Zehn Tage verbleiben bis zur 98. Oscarverleihung am 15. März. Der Film "Sinners" von Ryan Coogler bricht mit 16 Nominierungen alle bisherigen Rekorde. Hauptkonkurrent ist "One Battle After Another" von Paul Thomas Anderson mit 13 Nominierungen.

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Redakcia
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Oscars 2026: "Sinners" mit Rekordverdächtigen 16 Nominierungen

Hollywood bereitet sich auf einen historischen Abend vor

Es sind nur noch zehn Tage bis zu einem der meistgesehenen kulturellen Ereignisse des Jahres. Die 98. Oscarverleihung findet am 15. März 2026 im legendären Dolby Theatre in Hollywood statt. Die Zeremonie wird zum zweiten Mal von Comedian Conan O'Brien moderiert und live auf ABC und Hulu übertragen. Die diesjährige Ausgabe wird in die Geschichte eingehen – nicht wegen eines, sondern gleich zwei außergewöhnlicher Filme, die die Nominierungen dominieren.

"Sinners": 16 Nominierungen, ein jahrzehntelanger Rekord gebrochen

Die bemerkenswerteste Leistung der diesjährigen Saison ist "Sinners", ein übernatürlicher Horrorfilm, der im Mississippi-Delta des Jahres 1932 spielt. Regie führte Ryan Coogler (Black Panther), in der Doppelrolle der identischen Brüder ist Michael B. Jordan zu sehen. Der Film kombiniert die Folklore der Bluesmusik mit Vampirhorror und untersucht das Erbe der Musik, die aus der Sklaverei und Jim Crow entstanden ist.

Der Film hat weltweit fast 370 Millionen Dollar eingespielt und wurde von Kritikern als einer der mutigsten amerikanischen Filme der letzten Jahre bezeichnet. Aber vor allem: Sinners hat rekordverdächtige 16 Oscar-Nominierungen erhalten. Damit übertrifft er das historische Maximum von 14 Nominierungen, das bisher von den Filmen All About Eve (1950), Titanic (1997) und La La Land (2016) gehalten wurde. Laut einem Bericht des Portals Variety ist dies ein bahnbrechender Meilenstein in der Geschichte der Academy.

Er ist in allen Schlüsselkategorien nominiert – Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler und Bestes Originaldrehbuch. Sollte Ryan Coogler triumphieren, wäre er der erste afroamerikanische Filmemacher, der einen Oscar für die Regie gewinnt – ein weiterer historischer Aspekt, der der Zeremonie eine besondere Bedeutung verleiht.

"One Battle After Another": Ein starker Herausforderer

Der zweitstärkste Kandidat des Abends ist "One Battle After Another" von Paul Thomas Anderson (There Will Be Blood, The Master), der 13 Nominierungen erhalten hat, darunter Bester Film und Beste Regie. Anderson, einer der angesehensten amerikanischen Autoren, hat bisher noch nie einen Oscar für die Regie gewonnen – was ihm bei den Akademiemitgliedern zusätzliche Sympathie einbringt.

Der Film zeichnet sich auch durch seine Besetzung aus: Leonardo DiCaprio, Teyana Taylor, Benicio Del Toro und Sean Penn kämpfen um die Preise. Auch der Komponist Jonny Greenwood ist für die Originalmusik nominiert. Laut Tippgebern und Wettbüros ist dieser Film derzeit der Favorit in der Kategorie Bester Film.

Die endgültige Abstimmung ist beendet, das Geheimnis bleibt bestehen

Die Abstimmung der Academy-Mitglieder fand vom 26. Februar bis zum 5. März 2026 statt – die Ergebnisse sind also versiegelt und müssen bis zur Nacht vom 14. auf den 15. März (mitteleuropäische Zeit) auf ihre Bekanntgabe warten. Laut Prognosen des Portals Variety führt Sinners die Liste der erwarteten Preise vor Frankenstein und den anderen Nominierten an.

Neben den beiden Favoriten kämpfen auch andere Filme um Aufmerksamkeit: Hamnet, Sentimental Value oder Marty Supreme. Interessanterweise wurde der Blockbuster Wicked: For Good, die Fortsetzung der kommerziell erfolgreichen Musical-Adaption, in keiner Kategorie nominiert.

Was Filmliebhaber erwartet

Die diesjährigen Oscars sind aus mehreren Gründen besonders attraktiv: ein historischer Nominierungsrekord, der Kampf zweier filmischer Giganten (Coogler vs. Anderson), die Möglichkeit eines ersten afroamerikanischen Gewinners in der Regie und die Rückkehr von Conan O'Brien, dessen Moderation im letzten Jahr positive Resonanz fand. Für deutsche Zuschauer ist Sinners auf ausgewählten Plattformen verfügbar, wobei das Interesse an dem Film in Deutschland parallel zu seinem wachsenden Festivalerfolg gestiegen ist.

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