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Paris-Nizza 2026: Das Rennen zur Sonne startet

Die 84. Ausgabe von Paris-Nizza beginnt an diesem Sonntag in Achères. Jonas Vingegaard und Juan Ayuso gelten als Hauptfavoriten für dieses Rennen, das den ersten großen Termin des europäischen Radsportfrühlings markiert.

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Redakcia
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Paris-Nizza 2026: Das Rennen zur Sonne startet

Achères, Ausgangspunkt eines großen Klassikers

An diesem Sonntag, dem 8. März 2026, startet die 84. Ausgabe von Paris-Nizza, dem berühmten „Rennen zur Sonne“, auf dem Marktplatz von Achères im Département Yvelines. Acht Tage lang und über rund 1.245 Kilometer wird das internationale Fahrerfeld Frankreich von Norden nach Süden durchqueren und langsam dem Licht des Mittelmeers entgegenfahren, bevor es am 15. März in Nizza ins Ziel geht. Paris-Nizza ist ein Hauptevent des UCI WorldTour-Kalenders und eine der letzten Gelegenheiten, sich vor Mailand-Sanremo (21. März) und den großen Frühjahrsklassikern zu messen.

Ein abwechslungsreicher Parcours, ein entscheidendes Mannschaftszeitfahren

Die Streckenführung 2026 wechselt zwischen windigen Ebenen und anspruchsvollem Terrain. Die erste Etappe führt von Achères nach Carrières-sous-Poissy (171,2 km), gefolgt von einer zweiten Etappe von Épône nach Montargis (187 km). Die Schlüsseletappe folgt bereits am Mittwoch, dem 10. März: ein 23,5 km langes Mannschaftszeitfahren zwischen Cosne-Cours-sur-Loire und Pouilly-sur-Loire, das ebenso strategisch wie selektiv ist und die Karten in der Gesamtwertung neu mischen und als Generalprobe für die Ambitionen bei der Tour de France dienen könnte.

Anschließend verlagert sich das Rennen in Richtung Süden: Bourges-Uchon (Etappe 4, 195 km), die Straßen des Rhonetals (Etappe 5, 205 km), die Provence (Etappe 6, Barbentane-Apt), um dann auf der 7. Etappe mit der Bergankunft in Auron (7,3 km mit 7,2 %, 1. Kategorie) zu gipfeln. Ein abschließender Tag rund um Nizza beendet die Woche am 15. März.

Vingegaard gegen Ayuso: Das Duell, das das Fahrerfeld spaltet

In Abwesenheit von Tadej Pogačar und Remco Evenepoel zeichnet sich Paris-Nizza 2026 als ein Duell zwischen zwei großen Anwärtern auf die Tour de France ab. Jonas Vingegaard (Visma Lease a Bike) eröffnet seine Saison mit einer Revanche: 2025 musste er im Gelben Trikot verletzt am Handgelenk aufgeben. Unterstützt von einem starken Team – Victor Campenaerts, Edoardo Affini, Bruno Armirail – gilt der zweifache Tour-de-France-Sieger als großer Favorit auf den Bergetappen.

Ihm gegenüber steht Juan Ayuso (Lidl-Trek), der nach seinem Sieg bei der Algarve-Rundfahrt mit großem Selbstvertrauen anreist. Der vielseitige, explosive und im Zeitfahren versierte Spanier ist vielleicht der kompletteste Gegner im Fahrerfeld für diese Art von hügeligem Rennen. Hinter diesem Duo ist das Podium offen: João Almeida (UAE), Kévin Vauquelin und Carlos Rodríguez (INEOS Grenadiers), Lenny Martinez (Bahrain Victorious) oder auch David Gaudu (Groupama-FDJ United) werden ihre Rolle spielen. Bemerkenswert ist die Abwesenheit des zweifachen Titelverteidigers Matteo Jorgenson, der Tirreno-Adriatico bevorzugt hat.

Ein unumgänglicher Termin für das französischsprachige Publikum

Paris-Nizza ist ein rein französisches Rennen, das durch symbolträchtige Landschaften führt, die die Radsportfans in Frankreich, Belgien und der Westschweiz begeistern. France Télévisions und Eurosport übertragen die Etappen live und bieten diesem Sport im Herzen seines Frühlings eine außergewöhnliche Bühne. Für die Teams ist es auch die Zeit der taktischen Entscheidungen: Für den Gesamtsieger stehen 500 UCI-Punkte auf dem Spiel, ein großzügiger Vorgeschmack auf die kommenden entscheidenden Wochen.

Das Peloton der Sonne ist unterwegs. Wir sehen uns am 15. März in Nizza, um den Nachfolger eines über acht Jahrzehnte alten Rennens zu küren.

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