PGA Awards 2026: Der ultimative Gradmesser für den Oscar
Die 37. Verleihung der Preise der Producers Guild of America findet am 28. Februar in Los Angeles statt. Der Darryl F. Zanuck Award, der in 80 % der Fälle richtig liegt, sieht «Sinners» und «One Battle After Another» als große Favoriten für den Oscar am 15. März.
Das große Treffen der Produzentenvereinigung
Das Fairmont Century Plaza in Los Angeles ist am Samstag, den 28. Februar, Schauplatz der 37. Verleihung der Preise der Producers Guild of America (PGA), einer der einflussreichsten Auszeichnungen der Preisverleihungssaison in Hollywood. Ihre wichtigste Filmauszeichnung – der Darryl F. Zanuck Award für den herausragenden Produzenten von Kinofilmen – kann auf eine schwer zu ignorierende Erfolgsbilanz verweisen: 17 der letzten 22 Gewinner waren auch die Gewinner des Oscars für den besten Film.
Ein Rennen zwischen zwei Favoriten
Unter den zehn Nominierten für den Zanuck Award liefern sich zwei Titel ein Kopf-an-Kopf-Rennen. «One Battle After Another», das ehrgeizige Projekt von Paul Thomas Anderson, führt seit Monaten die Vorhersagen an und hat 13 Oscar-Nominierungen erhalten. Ihm stellt sich «Sinners» entgegen, das kühne Vampirdrama von Ryan Coogler, das im Süden der Vereinigten Staaten spielt und nicht weniger als 16 Nominierungen für die Academy Awards erhielt – ein Rekord in dieser Saison – und einen späten Schub erfährt, der das Pendel nach Ansicht von Branchenanalysten zu seinen Gunsten ausschlagen lassen könnte.
Die vollständige Liste der zehn Anwärter auf den Zanuck Award umfasst außerdem «Frankenstein», «Hamnet», «F1», «Weapons», «Train Dreams», «Bugonia», «Sentimental Value» und «Marty Supreme». Die Präsenz von «F1» – der Superproduktion über den Spitzensport im Motorsport – und von «Weapons» verdeutlicht die Bandbreite, die die Gilde abdeckt, die über rein Oscar-verdächtige Titel hinausgeht.
Das Geheimnis ihrer Vorhersagegenauigkeit
Der Grund, warum sich die PGA zum zuverlässigsten Vorläufer der Oscars entwickelt hat, liegt in einem technischen Detail, das beide Institutionen gemeinsam haben: Seit 2010 verwenden sowohl die Producers Guild als auch die Academy of Hollywood das System der Präferenzwahl. Diese Methode belohnt nicht unbedingt den Film mit dem größten Kern leidenschaftlicher Anhänger, sondern den, der den größten Konsens in einem breiten Kollektiv erzielt. Durch die Replikation des gleichen Abstimmungsmechanismus funktioniert die PGA wie eine fast perfekte Probe für das akademische Urteil. Seit der Einführung dieses Systems hat sich die Gilde nur dreimal geirrt: eine Erfolgsquote von fast 80 %.
Auf dem Weg zum 15. März
Die 98. Verleihung der Academy Awards, moderiert von Conan O'Brien, ist für den kommenden 15. März 2026 geplant. Es gibt auch ein zusätzliches Element der Intrige: Sowohl «One Battle After Another» als auch «Sinners» sind Teil des Katalogs von Warner Bros., was in der Endphase der Saison eine besondere interne Spannung erzeugt.
Für das spanischsprachige Publikum ist die Nacht der PGA nicht nur ein Thermometer für den Geschmack der Branche, sondern der Moment, in dem das Rennen um den Oscar in seine entscheidende Phase eintritt. Was die Produzentengilde an diesem Samstag in Los Angeles entscheidet, wird mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit den Namen zeichnen, der am 15. März im Dolby Theatre widerhallen wird.
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