Kultur

Preisverleihungssaison spitzt sich zu: Berlinale, BAFTA und das Oscar-Rennen

Die 76. Berlinale geht mit der Verleihung des Goldenen Bären am Freitag in ihre letzten Tage, während die BAFTA Film Awards am Sonntag das Oscar-Rennen neu gestalten könnten. Paul Thomas Andersons One Battle After Another führt mit 14 BAFTA-Nominierungen, dicht gefolgt von Ryan Cooglers Sinners mit historischen 13.

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Redakcia
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Preisverleihungssaison spitzt sich zu: Berlinale, BAFTA und das Oscar-Rennen

Berlinale 2026: Goldener Bär am Horizont

Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin gehen in ihre finalen Tage, wobei die prestigeträchtige Verleihung des Goldenen Bären für Freitag, den 21. Februar, angesetzt ist. Das Festival, das vom 12. bis 22. Februar stattfindet, hat 22 Filme im Hauptwettbewerb gezeigt, wobei Jurypräsident Wim Wenders die Beratungen zusammen mit sechs internationalen Juroren leitet.

Die diesjährige Berlinale war sowohl von künstlerischem Anspruch als auch von politischen Kontroversen geprägt. Die Eröffnungszeremonie wurde von Protesten dominiert, und Wenders' Aussage, dass sich die Jury "aus der Politik heraushalten muss", löste eine hitzige Debatte aus, die zum Rückzug von zwei restaurierten Filmen und der Schriftstellerin Arundhati Roy von einem geplanten Auftritt führte.

Zu den Wettbewerbs-Highlights gehört Karim Aïnouz' starbesetzter Film Rosebush Pruning – mit Callum Turner, Riley Keough, Jamie Bell, Elle Fanning und Pamela Anderson –, der für großes Aufsehen gesorgt hat, ebenso wie Kornél Mundruczós At the Sea mit Amy Adams in der Hauptrolle. Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh wurde mit dem Ehren-Goldenen Bären für ihr Lebenswerk geehrt und vergoss bei ihrer Dankesrede Tränen.

BAFTA 2026: Anderson gegen Coogler

Alle Augen richten sich nun auf London, wo am Sonntag, den 22. Februar, in der Royal Festival Hall die 79. BAFTA Film Awards verliehen werden. Die von Alan Cumming moderierte Zeremonie könnte sich als entscheidend für die finale Phase des Oscar-Rennens erweisen.

Paul Thomas Andersons politische Satire One Battle After Another führt das Feld mit 14 Nominierungen an, während Ryan Cooglers historischer Horrorfilm Sinners mit 13 Nominierungen dicht dahinter folgt – die höchste Nominierungszahl für einen Film eines schwarzen Regisseurs in der BAFTA-Geschichte. Beide Filme konkurrieren um den Preis für den besten Film, zusammen mit Hamnet, Marty Supreme und Sentimental Value.

Die Liste der Präsentatoren liest sich wie ein Who's who von Hollywood: Bryan Cranston, Cillian Murphy, Michael B. Jordan und Kate Hudson gehören zu den bestätigten A-List-Präsentatoren, während Jessie Ware während der Live-Übertragung auf BBC One auftreten wird.

Der Weg zu den Oscars

Das Doppelwochenende aus Berlinale und BAFTA hat ein besonderes Gewicht für die bevorstehenden Academy Awards. Die BAFTAs waren in der Vergangenheit ein guter Indikator für die Oscar-Ergebnisse, und die diesjährige Zeremonie führt ein neues Element ein: die Kategorie Best Achievement in Casting, was die Oscars 2026 zu einem historischen Meilenstein macht.

Da Sinners bereits rekordverdächtige 16 Oscar-Nominierungen hält, könnten die BAFTA-Ergebnisse entweder seinen Status als Favorit festigen oder Anderson's One Battle After Another die Tür für einen späten Aufstieg öffnen. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass Cooglers Film zwar die Nominierungszahlen dominiert, Andersons politische Satire aber in einigen wichtigen handwerklichen Kategorien die Nase vorn haben könnte.

Die Preisverleihungssaison 2026 war eine der umkämpftesten seit Jahren, ohne einen klaren Favoriten – eine Seltenheit, die das Publikum und Brancheninsider bis zum Schluss rätseln ließ.

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