Kultur

Trump spricht sich per Videobotschaft auf der CPAC für Orbán aus

Auf der fünften CPAC Hungary Konferenz hat der amerikanische Präsident Donald Trump in einer Videobotschaft seine „volle und bedingungslose Unterstützung“ für die Wiederwahl von Viktor Orbán vor den Parlamentswahlen am 12. April zum Ausdruck gebracht.

R
Redakcia
3 Min. Lesezeit
Teilen
Trump spricht sich per Videobotschaft auf der CPAC für Orbán aus

Trump: „Ich hoffe, er gewinnt mit großem Vorsprung“

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat am Samstag die fünfte CPAC Hungary Konferenz in Budapest mit einer Videobotschaft eröffnet, in der er Ministerpräsident Viktor Orbán vor den Parlamentswahlen am 12. April seine „volle und bedingungslose Unterstützung“ zusicherte. Der Präsident bezeichnete Ungarn als „großartigen Ort und großartiges Land“ und Orbán als „fantastischen Mann“.

„Er ist eine starke Führungspersönlichkeit, die der ganzen Welt gezeigt hat, was möglich ist, wenn man seine Grenzen, seine Kultur, sein Erbe, seine Souveränität und seine Werte verteidigt“, sagte Trump und fügte hinzu: „Ich hoffe, er gewinnt, und ich hoffe, er gewinnt trotz aller Angriffe mit großem Vorsprung.“

Orbán: „Es ist ein Kampf um die Seele der westlichen Welt“

Der Ministerpräsident trat als Hauptredner der Veranstaltung auf die Bühne und erklärte als zentrale Botschaft seiner Rede: „Es ist ein Kampf um die Seele der westlichen Welt“ – der seiner Meinung nach über die Politik hinausgeht und sich auf das akademische Leben und die religiösen Institutionen erstreckt. Orbán begrüßte Trumps Rückkehr ins Weiße Haus und behauptete, dass seitdem die Ausbreitung der „Woke-Ideologie“ zurückgegangen sei, die Religionsfreiheit wiederhergestellt und der Grenzschutz verstärkt worden sei.

Der Regierungschef bezeichnete die amerikanisch-ungarischen Beziehungen als „goldenes Zeitalter“ und positionierte Ungarn als entscheidendes Schlachtfeld, auf dem die „globalistischen Kräfte“ ihn bei den Wahlen im April besiegen wollen. Als äußeren Druck nannte er die Blockade von Energieleitungen aus der Ukraine und die Politik Brüssels, EU-Gelder zurückzuhalten.

Internationales Treffen der Rechten

An der Konferenz nahmen 667 Gäste aus 51 Ländern mit 45 Rednern und 182 Journalisten teil. Zu den bedeutendsten ausländischen Rednern gehörte der argentinische Präsident Javier Milei, der Ungarns „außergewöhnliche, mutige Führung“ lobte und sagte, die Entscheidung des Landes werde „in ganz Europa widerhallen“. Santiago Abascal, der Vorsitzende der spanischen VOX, bezeichnete Ungarn als „Heimat der Freiheit, der Souveränität und der Sicherheit“.

Alice Weidel, die Co-Vorsitzende der deutschen AfD, erklärte, dass „der souveräne demokratische Nationalstaat der einzig ausreichend sichere Rahmen ist, in dem westliche Werte wirklich gedeihen können“. Auch der georgische Ministerpräsident Irakli Kobachidse und der ehemalige polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki sprachen. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš sagte seine persönliche Teilnahme aufgrund des Terroranschlags in Prag ab, sandte aber eine Videobotschaft.

Wahlkontext: Kopf-an-Kopf-Rennen in den Meinungsumfragen

Trumps Unterstützung kommt in einer Zeit, in der Orbán mit der größten politischen Herausforderung seit 16 Jahren konfrontiert ist. Die Meinungsumfragen zeigen ein widersprüchliches Bild: Laut Euronews zeigen einige Umfragen – darunter von Medián und Závecz Research – einen Vorsprung von 10 bis 20 Prozentpunkten für die Tisza-Partei von Péter Magyar unter den entschlossenen Wählern. Gleichzeitig berichten regierungsnahe Institute wie das Zentrum für Grundrechte über einen Vorsprung von 7 bis 10 Punkten für die Fidesz.

Die zusammenfassende Trendberechnung von PolitPro sieht Tisza bei 44,9 Prozent und Fidesz–KDNP bei 41,9 Prozent – was ein äußerst enges Rennen für die Wahl am 12. April vorhersagt.

Einsatz und Konsequenzen

Die CPAC Hungary Konferenz hat deutlich gemacht, dass Viktor Orbán sich vor den Wahlen als zentrale Figur der internationalen Rechten positioniert. Trumps offene Unterstützung könnte die Basis der Fidesz stärken, aber auch für die Opposition eine mobilisierende Kraft darstellen – der Ausgang der Wahl bleibt weiterhin offen.

Dieser Artikel ist auch in anderen Sprachen verfügbar:

Bleib auf dem Laufenden!

Folge uns auf Facebook für die neuesten Nachrichten und Artikel.

Folge uns auf Facebook

Verwandte Artikel