US-Israelische Angriffe auf Iran entfachen regionalen Krieg
Am dritten Tag der "Operation Epische Wut" schlugen iranische Vergeltungsraketen und -drohnen in Dubai, Doha und Manama ein, töteten Zivilisten und bedrohen mehr als 300 Millionen Menschen im gesamten Nahen Osten, während die US-israelische Offensive keine Anzeichen einer Verlangsamung zeigt.
Von Teheran zu den Skylines am Golf
Die gemeinsame amerikanisch-israelische Militäroffensive gegen den Iran, die am 28. Februar 2026 begann, hat sich innerhalb von nur drei Tagen zu einer umfassenden regionalen Auseinandersetzung ausgeweitet. Die Offensive, die von Israel als Operation Brüllender Löwe und vom US-Verteidigungsministerium als Operation Epische Wut bezeichnet wird, zielte darauf ab, die iranischen Nuklear- und Raketenprogramme zu zerschlagen, die Marine zu zerstören und die Regierung in Teheran zu stürzen. Innerhalb weniger Stunden nach den ersten Angriffen bestätigten beide Länder den Tod des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei, zusammen mit dem Verteidigungsminister, dem Sekretär des iranischen Sicherheitsrates und dem Chef der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC).
Iran schlägt zurück – an 27 Fronten
Die iranische Vergeltung erfolgte schnell, koordiniert und umfassend. Die IRGC startete Angriffe auf 27 US-Militärstützpunkte in der gesamten Region und setzte schätzungsweise 165 ballistische Raketen, zwei Marschflugkörper und über 540 Drohnen ein. Zu den Hauptzielen gehörten die Luftwaffenbasis Al Udeid in Katar, das Hauptquartier der US Navy Fifth Fleet in Bahrain, die Luftwaffenbasis Al Dhafra in den VAE sowie Einrichtungen in Kuwait, Irak und Jordanien, wie France 24 berichtete.
Die iranischen Gegenangriffe weiteten sich schnell über militärische Einrichtungen hinaus aus. Der Dubai International Airport wurde evakuiert; Feuer und Rauch stiegen über der ikonischen Palm Jumeirah und dem Burj Al Arab Hotel auf. Explosionen erschütterten Wohngebiete in Bahrains Hauptstadt Manama und in Doha, Katar. Mindestens drei Menschen wurden in den VAE getötet – Staatsangehörige aus Pakistan, Nepal und Bangladesch –, während eine Person am Flughafen von Abu Dhabi starb und 16 in Katar verletzt wurden, wie Al Jazeera berichtete.
Ein verheerender menschlicher Preis
Im Iran selbst ist die Zahl der Opfer weitaus höher. Der iranische Rote Halbmond berichtete von mindestens 555 getöteten Iranern seit Beginn der Operation, wobei erste Berichte auf mehr als 168 getötete Schülerinnen bei einem direkten Angriff auf eine Schule hindeuten. Die Iran International Nachrichtenagentur bestätigte, dass die VAE mehrere iranische Raketen abgefangen haben, obwohl in zivilen Gebieten immer noch erhebliche Schäden entstanden sind.
Auf amerikanischer Seite wurden bis zum dritten Tag mindestens sechs US-Soldaten im Einsatz getötet, wobei Präsident Trump schwor, ihren Tod zu "rächen". Der Präsident sagte Reportern, die Kampagne könne vier bis fünf Wochen dauern, während Pentagon-Chef Pete Hegseth die Möglichkeit von sechs Wochen oder länger offen ließ, wie Military Times berichtete.
300 Millionen Zivilisten in Gefahr
In weniger als 72 Stunden hat der Konflikt weit über seine ursprünglichen Schauplätze hinausgegriffen. Israelische Luftangriffe auf Hisbollah-Stellungen im Libanon haben mindestens 20 Menschen in den südlichen Vororten von Beirut getötet. Die Washington Post berichtete, dass der Krieg nun mehr als 300 Millionen Zivilisten in mehr als einem Dutzend Nationen bedroht – ein Ausmaß regionaler Gefährdung, das seit Jahrzehnten nicht mehr zu beobachten war.
Die Ölmärkte sind aus Angst vor Versorgungsunterbrechungen durch die Straße von Hormus ins Wanken geraten, und der kommerzielle Flugverkehr über den Golf wurde stark eingeschränkt. Golfstaaten, die US-Truppen beherbergen – und lange Zeit eine fragile Neutralität gegenüber Teheran gewahrt haben –, befinden sich nun direkt im Kreuzfeuer.
Internationales Recht und Diplomatie unter Druck
Die Angriffe haben eine diplomatische Krise globalen Ausmaßes ausgelöst. Das iranische Außenministerium verurteilte die Tötung Khameneis als "schwere Verletzung der iranischen Souveränität" und als Verstoß gegen die Kernprinzipien der UN-Charta. Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates.
Der Council on Foreign Relations warnte, dass die Operation eine grundlegende Verschiebung der US-Strategie im Nahen Osten darstellt und dringende Fragen nach der Verhältnismäßigkeit nach internationalem Recht und den langfristigen Folgen für die regionale Stabilität aufwirft. Ob Golfstaaten – die von iranischen Raketen auf eigenem Boden getroffen wurden – nun in aktive Kämpfe verwickelt werden, ist die wichtigste offene Frage des Konflikts.
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