Alicja Szemplińska fährt zum Eurovision Song Contest 2026 nach Wien
Alicja Szemplińska hat mit dem Lied „Pray“ die polnische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2026 gewonnen. Das Ergebnis wurde am 8. März live in der Sendung „Pytanie na śniadanie“ bekannt gegeben – nur 0,1 % der Stimmen trennten sie von dem 17-jährigen Stasiek Kukulski.
Alicja Szemplińska triumphiert bei der Vorentscheidung
Alicja Szemplińska wird mit dem Lied „Pray“ Polen beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten. Das Ergebnis der polnischen Vorentscheidung wurde am Sonntag, dem 8. März 2026, um 10:00 Uhr während der Live-Übertragung der Sendung „Pytanie na śniadanie“ auf TVP2 bekannt gegeben. Der Sieg der 23-jährigen Sängerin beendete eine mehrwöchige Phase nationaler Qualifikationen, die in Polen große Emotionen hervorgerufen hatte.
Knapper Wettbewerb, minimales Ergebnis
Das Ergebnis der Vorentscheidung fiel überraschend knapp aus. Szemplińska erhielt 19,5 % der Stimmen, während der 17-jährige Stasiek Kukulski mit dem Lied „This Too Shall Pass“ nur 0,1 Prozentpunkte hinter ihr lag und 19,4 % erreichte. Es ist eines der knappsten Ergebnisse in der Geschichte der polnischen Eurovision-Qualifikationen. Der Unterschied war so gering, dass viele Fans und Online-Kommentatoren noch am Morgen nicht glaubten, dass das Ergebnis bereits feststand.
Im Finale des „Finales der Nationalen Qualifikation“, das am 7. März 2026 auf TVP1 und TVP Polonia ausgestrahlt wurde (aufgezeichnet am 1. März im TVP-Studio in Warschau), traten acht Künstler auf: Alicja, Anastazja, Basia Giewont, Jeremi Sikorski, Karolina Szczurowska, Ola Antoniak, Piotr Pręgowski und Stasiek Kukulski. Die Abstimmung fand ab dem 28. Februar über die App TVP VOD (bis zu drei Stimmen kostenlos) und kostenpflichtige SMS statt, und die Leitungen wurden am 8. März um Mitternacht geschlossen.
„Pray“ – ein Lied mit Seele
Das Lied „Pray“, mit dem Szemplińska nach Wien reisen wird, ist eine vielschichtige Komposition, die Elemente aus Gospel, Soul und R&B vereint. Das Lied wurde von der Künstlerin gemeinsam mit Weronika Gabryelczyk (Musik und Text) und Malcolm Sinclair (Text) geschrieben. Experten betonen, dass „Pray“ der Sängerin Raum gibt, ihre starke, wiedererkennbare Stimme zu präsentieren – und gerade mit ihrer Stimme hat Szemplińska seit Jahren die Herzen des polnischen Publikums erobert.
Rückkehr nach sechs Jahren – die Geschichte eines unerfüllten Traums
Die Wahl von Szemplińska hat eine besonders symbolische Bedeutung. Die Künstlerin gewann die polnische Eurovision-Vorentscheidung bereits im Jahr 2020, doch der Eurovision Song Contest 2020 wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt. Sie ist die einzige polnische Vertreterin, die die nationale Qualifikation gewonnen hat, aber nie auf der Eurovision-Bühne stand. Nach sechs Jahren kehrt sie mit einem neuen Lied und – wie sie selbst sagt – einer völlig neuen künstlerischen Reife zurück.
Szemplińska ist die Gewinnerin von drei polnischen Talentshows: Hit, Hit, Hurra! (2016), The Voice of Poland (2019) und Szansa na sukces. Eurowizja 2020 (2020). Ihre Rückkehr zur Eurovision-Vorentscheidung erregte von Anfang an großes Interesse in den Medien und bei den Fans.
Der Weg nach Wien: Mai 2026
Der Eurovision Song Contest 2026 findet in Wien statt. Polen hat sich für das erste Halbfinale am 12. Mai qualifiziert. Das große Finale findet am 16. Mai 2026 statt. Szemplińska hat einige Wochen Zeit, um das Bühnenbild und die visuelle Gestaltung ihres Auftritts zu perfektionieren.
Die Bekanntgabe des Ergebnisses in „Pytaniu na śniadanie“ elektrisierte die Eurovision-Fans in ganz Polen und löste eine hitzige Diskussion in den sozialen Medien aus. Viele Musikkritiker sind der Meinung, dass „Pray“ – mit seiner Kombination aus emotionaler Botschaft und starkem Gesang – einer der stärksten Beiträge ist, die Polen seit vielen Jahren zum Eurovision Song Contest geschickt hat.
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