Blutmond am 3. März: Letzte totale Mondfinsternis bis 2028
In der Morgendämmerung des 3. März 2026 wird der Mond während einer totalen Mondfinsternis, die von Amerika, Ostasien und dem Pazifik aus sichtbar ist, für 59 Minuten eine intensive rote Farbe annehmen – die letzte ihrer Art bis Silvester 2028.
Ein Schauspiel, das sich jahrelang nicht wiederholt
In der Morgendämmerung des Dienstags, 3. März 2026, wird sich der Mond fast eine Stunde lang in einen intensiven Rotton hüllen und den Nachthimmel in ein außergewöhnliches astronomisches Schauspiel verwandeln. Die totale Mondfinsternis – im Volksmund als «Blutmond» bekannt – wird von großen Teilen Amerikas, Ostasiens, Australiens und des Pazifiks aus sichtbar sein und sich erst zu Silvester 2028 wiederholen.
Wann und wo man sie sehen kann
Die Totalitätsphase – der Moment, in dem der Mond vollständig in den Schatten der Erde eintaucht – erstreckt sich von 11:04 UTC bis 12:03 UTC, mit ihrem Höhepunkt um 11:33 UTC. Diese Phase dauert etwa 59 Minuten, obwohl das gesamte Schauspiel, einschließlich der Halbschatten- und Teilphasen, etwa 5 Stunden und 39 Minuten dauert.
Für Nordamerika findet das Phänomen in den frühen Morgenstunden statt: An der Westküste der Vereinigten Staaten und Kanadas beginnt die Totalität gegen 3:04 Uhr Ortszeit. Im Osten des Kontinents wird der Mond untergehen, bevor die Finsternis endet, obwohl ein Großteil der Totalität am Himmel ebenso gut zu sehen sein wird.
In Lateinamerika variiert die Sichtbarkeit je nach Region. Mexiko, Mittelamerika und der Westen Südamerikas – Kolumbien, Ecuador, Peru und der Norden Chiles – werden in den frühen Morgenstunden eine privilegierte Sicht haben. In Argentinien und im Süden des Kontinents fällt die Finsternis mit dem Sonnenaufgang zusammen, wobei der Mond immer tiefer am westlichen Horizont steht. Europa und Afrika bleiben vollständig außerhalb des Sichtbarkeitsbereichs: Der Mond bleibt während des gesamten Ereignisses unter dem Horizont.
Warum sich der Mond rot färbt
Die charakteristische Farbe eines «Blutmonds» ist kein zufälliger optischer Effekt, sondern das direkte Ergebnis der Physik unserer Atmosphäre. Während einer totalen Finsternis steht die Erde zwischen Sonne und Mond und blockiert das direkte Sonnenlicht. Die Atmosphäre wirkt jedoch wie ein riesiges Prisma: Sie streut die blauen und violetten Wellenlängen, lässt aber das rote und infrarote Licht durch, das den Planeten umgibt und die Mondoberfläche erreicht.
Der genaue Farbton – der zwischen einem hellen Rot und einem fast abgedunkelten Dunkelbraun liegen kann – hängt von der Menge an Staub oder Vulkanasche ab, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Atmosphäre befindet. Je mehr atmosphärische Trübung, desto dunkler und dramatischer wird die Farbe.
Ohne Teleskope oder Brillen: sicher für alle
Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen sind Mondfinsternisse völlig harmlos für die Augen. Es sind keinerlei Filter oder Schutzbrillen erforderlich: Es genügt, einen dunklen Ort abseits der städtischen Lichtverschmutzung zu finden und den Blick nach oben zu richten. Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop verstärken die Farbnuancen, sind aber nicht unbedingt erforderlich.
Experten empfehlen, die Beobachtung während der partiellen Phase zu beginnen, etwa 90 Minuten vor Beginn der Totalität, um zu beobachten, wie der Schatten der Erde fortschreitend über die Mondscheibe wandert. Geduld wird belohnt: Der Übergang vom silbernen Licht zum kupferfarbenen Rot ist eines der beeindruckendsten Schauspiele, die die Astronomie mit bloßem Auge bietet.
Eine einmalige Gelegenheit bis 2028
Die nächste totale Mondfinsternis findet erst zu Silvester am 31. Dezember 2028 statt, wenn der Blutmond hauptsächlich über Asien, Australien, Europa und Afrika leuchten wird. Amerika wird bei diesem Ereignis dann eine viel eingeschränktere Sicht haben.
Dies macht die Finsternis vom 3. März 2026 zu einer einmaligen Gelegenheit für Millionen von Menschen auf dem amerikanischen Kontinent für fast drei Jahre. Amateur- und Profiastronomen sind sich einig: Sofern das Wetter es zulässt, lohnt es sich, den Wecker zu stellen und hinauszugehen, um eines der spektakulärsten Phänomene zu beobachten, die das Sonnensystem bietet.
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