Eiskunstlauf-WM in Prag: Sakamoto und Malinin glänzen
Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft 2026 in der Prager O2 Arena bot unvergessliche Momente: Kaori Sakamoto verabschiedete sich mit ihrem vierten Titel, Ilia Malinin verteidigte sein Gold zum dritten Mal in Folge, und die tschechischen Athleten zeigten vor heimischem Publikum solide Leistungen.
Sakamoto geht als Legende
Die Japanerin Kaori Sakamoto verabschiedete sich am Freitag, dem 27. März, auf die schönste Art und Weise von ihrer Wettkampfkarriere – mit ihrem vierten Weltmeistertitel. Die 25-jährige Olympia-Zweite von Mailand zeigte in der Prager O2 Arena eine emotionale Kür zur Édith-Piaf-Hymne „Je ne regrette rien“ und erreichte persönliche Bestleistungen: 158,97 Punkte für die Kür und insgesamt 238,28 Punkte.
Sakamoto ist die erste Frau seit Michelle Kwan, die vier Weltmeistertitel gewonnen hat. Ihr Abschied rührte nicht nur ihre Konkurrentinnen, sondern die gesamte Arena. Silber gewann ihre Landsfrau Mone Chiba und Bronze überraschend die Belgierin Nina Pinzarrone, die ihre erste Karriere-Medaille bei einer WM errang.
Malinins Wiedergutmachung nach Olympia-Enttäuschung
Der amerikanische „Gott der Vierfachsprünge“ Ilia Malinin bestätigte am Samstag seine Dominanz mit dem dritten Weltmeistertitel in Folge. Mit einer Gesamtpunktzahl von 329,40 Punkten distanzierte er die Konkurrenz mit fast 23 Punkten Vorsprung. Die Japaner Yuma Kagiyama und Shun Sato belegten die Silber- und Bronzeposition.
Für Malinin war es eine wichtige Wiedergutmachung nach der Enttäuschung bei den Olympischen Spielen in Mailand, wo er nur den achten Platz belegte. In Prag zeigte er, warum er als der beste Eiskunstläufer der Gegenwart gilt, und erreichte mit seinem Kurzprogramm einen Punkterekord von 111 Punkten.
Deutsche beenden achtjährige Durststrecke, Cizeron setzt Dominanz fort
Im Paarlauf feierten die Deutschen Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin Gold und beendeten damit die achtjährige Durststrecke Deutschlands auf einen Weltmeistertitel in dieser Kategorie. Im Eistanz dominierten die Franzosen Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron mit einer Punktzahl von 230,81 Punkten. Für Cizeron war es bereits der sechste Weltmeistertitel, und das Duo krönte eine einzigartige Saison mit olympischem, europäischem und Weltgold – erst das vierte Paar in der Geschichte, dem dies gelang.
Tschechische Athleten vor heimischem Publikum
Für die tschechischen Eiskunstläufer war die Meisterschaft eine Gelegenheit, sich auf heimischem Eis zu präsentieren. Georgij Reštenko belegte im Herrenwettbewerb den 20. Platz, obwohl er bei einem vierfachen Toeloop stürzte. Das Sportpaar Anna Valesiová und Martin Bidař verbesserte sich um fünf Plätze auf den 15. Platz.
Im Eistanz erreichten die Junioren-Weltmeister von 2023, Kateřina und Daniel Mrázek, mit einem Saisonmaximum von 190,17 Punkten den 11. Platz. Ein schlimmeres Schicksal ereilte Natálie und Filip Taschler, die durch Natálies Lebensmittelvergiftung am Tag vor dem Wettbewerb beeinträchtigt waren – sie belegten mit 173,93 Punkten den 18. Platz.
Prag als vorbildlicher Gastgeber
Die Weltmeisterschaft in der Prager O2 Arena, an der 200 Athleten aus 50 Ländern teilnahmen, hat bewiesen, dass Tschechien in der Lage ist, große internationale Sportveranstaltungen auf hohem Niveau auszurichten. Die Meisterschaft zog Tausende von Fans aus der ganzen Welt an und bot unvergessliche sportliche Momente – vom emotionalen Abschied Sakamotos bis zu Malinins dominanter Wiedergutmachung.
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