Oscars 2026: "Sinners" bricht Rekord mit 16 Nominierungen
Zehn Tage vor der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 dominiert Ryan Cooglers Film "Sinners" das Rennen mit einem absoluten Rekord von 16 Nominierungen und übertrifft damit Klassiker wie "Titanic" und "La La Land".
Ein 75 Jahre alter Rekord ist gebrochen
Die 98. Oscar-Verleihung verspricht, schon vor ihrem Beginn ein historisches Ereignis zu werden. Der Film Sinners unter der Regie von Ryan Coogler hat bei der Bekanntgabe der Nominierungen im Januar 2026 16 Nominierungen erhalten – ein absoluter Rekord in der Geschichte der Academy Awards. 75 Jahre lang lag die Höchstmarke von 14 Nominierungen bei drei Giganten der Filmkunst: Alles über Eva (1950), Titanic (1997) und La La Land (2016). Coogler hat sie nun mit einem Schlag gebrochen.
Die Zeremonie findet am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood statt und wird zum zweiten Mal in Folge von Conan O'Brien moderiert. Sie wird live auf ABC übertragen und per Streaming auf Hulu verfügbar sein.
"Sinners", ein Südstaaten-Gothic-Thriller, setzt sich durch
Sinners, der im April 2025 in die Kinos kam, spielt im Mississippi des Jahres 1932 und handelt von kriminellen Zwillingen – beide verkörpert von Michael B. Jordan –, die in ihre Heimatstadt im segregierten Süden zurückkehren, um dort einen Juke-Joint zu eröffnen, bevor sie mit einem übernatürlichen Übel konfrontiert werden. Diese Mischung aus Horrorfilm, American Gothic und Bluesmusik hat die Kritiker überzeugt: Der Film hat 97 % positive Bewertungen auf Rotten Tomatoes und spielte weltweit 369 Millionen Dollar bei einem Budget von 90 bis 100 Millionen Dollar ein.
Der Film ist in den prestigeträchtigsten Kategorien nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bestes Originaldrehbuch und Beste Originalmusik, unter anderem. Er hat auch den Preis für das Beste Ensemble bei den Actor Awards (das Äquivalent zu den SAG Awards) gewonnen, ein starkes Signal zehn Tage vor der Zeremonie.
Die Konkurrenz: Paul Thomas Anderson und "One Battle After Another"
Der Hauptkonkurrent von Sinners ist One Battle After Another von Paul Thomas Anderson mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Dieser engagierte Film, eine radikale Auseinandersetzung mit der amerikanischen Politik, kommt auf 13 Nominierungen, darunter Bester Film und Beste Regie. Es zeichnet sich also ein Duell auf höchstem Niveau zwischen zwei sehr unterschiedlichen Visionen des zeitgenössischen amerikanischen Kinos ab.
Das Rennen um den Besten Hauptdarsteller ist sehr offen
Die Kategorie Bester Hauptdarsteller ist eine der umkämpftesten. Michael B. Jordan, Favorit nach seinem Sieg bei den Actor Awards, tritt gegen Timothée Chalamet (für Marty Supreme, in dem er einen Tischtennis-Champion spielt), Leonardo DiCaprio (One Battle After Another), Wagner Moura (The Secret Agent) und Ethan Hawke (Blue Moon) an. Nach Jordans Sieg bei den SAG Awards haben sich die Prognosen zu seinen Gunsten verschoben, Chalamet ist laut Fachseiten vom Favoriten zum Außenseiter geworden.
Ein Abend, den man auf beiden Seiten des Atlantiks verfolgen sollte
Für das deutschsprachige Publikum bietet diese Zeremonie mehrere Gründe, wach zu bleiben. Timothée Chalamet, ein französisch-amerikanischer Schauspieler, der in New York als Sohn einer französischen Mutter geboren wurde, ist eines der meistbeachteten Gesichter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Rivalität mit Michael B. Jordan um den Oscar als Bester Hauptdarsteller ist eines der meistdiskutierten Duelle dieser Preisverleihungssaison. Darüber hinaus findet Sinners mit seiner Erforschung der afroamerikanischen musikalischen Wurzeln des Blues in einem deutschsprachigen Europa, das für Fragen der Geschichte und der kulturellen Identität sensibilisiert ist, besondere Resonanz.
Es bleibt abzuwarten, ob sich der Nominierungsrekord von Sinners in einen Statuettenrekord verwandeln wird. Historisch gesehen halten Titanic und Ben Hur den Rekord von 11 Oscars, die an einem Abend gewonnen wurden – eine Marke, die Ryan Coogler nicht erreichen wird, der sich ihr aber nähern könnte. Wir sehen uns am 15. März.
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