Aïd el-Fitr am 20. März: Ende des Ramadan in Frankreich
Die Große Moschee von Paris und der CFCM haben offiziell bestätigt, dass Aïd el-Fitr 2026 am Freitag, den 20. März, in Frankreich gefeiert wird. Rund fünf Millionen Muslime begehen das Ende des Ramadan in einem angespannten geopolitischen Kontext, zwischen praktischen Fragen der Urlaubsplanung und gesicherten Versammlungen.
Eine am Mittwochabend offiziell bestätigte Datum
Am Abend des Mittwoch, den 18. März 2026, nach der Nacht des Zweifels, hat die Große Moschee von Paris die lang erwartete Nachricht offiziell bekannt gegeben: Aïd el-Fitr, das Fest, das das endgültige Ende des Ramadan-Fastens markiert, wird an diesem Freitag, den 20. März, im gesamten französischen Staatsgebiet gefeiert. Die Kommission, die die großen nationalen Verbände – FFAIACA, Foi & Pratique und die Große Moschee von Paris – sowie den Nationalen Rat der Imame vereint, hat nach Konsultation astronomischer Daten entschieden.
Das Ergebnis ist eindeutig: Die Beobachtung der Mondsichel war an diesem Abend unmöglich. Folglich erreicht der Monat Ramadan 1447 H seine maximale Dauer von dreißig Tagen. Die Konjunktion des Neumonds von Schawwal wurde für Donnerstag, den 19. März, um 01:23 Uhr (Weltzeit) berechnet, was die Feier am nächsten Tag mathematisch unvermeidlich macht. Der Französische Rat für muslimische Religionsausübung (CFCM) und der Theologische Rat der Muslime Frankreichs (CTMF) haben übereinstimmende Erklärungen abgegeben und eine seltene Einigkeit der französischen islamischen Institutionen über das Datum begrüßt.
Ein Freitag des Feierns, aber kein Feiertag
Für die rund fünf bis sechs Millionen Muslime, die in Frankreich leben, wirft dieses Zusammentreffen mit einem gewöhnlichen Freitag der Woche unmittelbare praktische Fragen auf. Aïd el-Fitr ist in Frankreich nicht als gesetzlicher Feiertag anerkannt: Arbeitnehmer, die voll daran teilnehmen möchten, müssen bezahlten Urlaub oder einen RTT-Tag (Tag zur Arbeitszeitverkürzung) nehmen, idealerweise im Voraus geplant. Beamte können unter bestimmten Bedingungen eine Freistellung für nicht-gesetzliche religiöse Feiertage erhalten.
Das Aïd-Gebet, der zentrale Moment der Feier, findet früh am Morgen statt – in der Regel zwischen 7:30 und 9:00 Uhr – in den Moscheen und oft in großen Außenbereichen, die für diesen Anlass gemietet werden. Die Gläubigen werden gebeten, aufgrund des außergewöhnlichen Andrangs dreißig Minuten früher anzureisen. Vor dem Gebet ist jeder Muslim verpflichtet, die Zakat al-Fitr zu entrichten, eine reinigende Spende, die in Frankreich auf etwa sieben bis neun Euro pro Haushaltsmitglied geschätzt wird.
Feier unter strenger Aufsicht
Diese Ausgabe des Aïd el-Fitr 2026 findet in einem besonders angespannten internationalen Kontext statt. Der bewaffnete Konflikt im Nahen Osten, an dem insbesondere Israel und der Iran beteiligt sind, mobilisiert das Bewusstsein innerhalb der französischen muslimischen Gemeinschaften. Die Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen in der Nähe der großen Moscheen in den wichtigsten Städten des Landes verstärkt.
Auf Seiten der religiösen Führer herrscht ein Ton der Beschwichtigung und des Zusammenhalts. Verbände und Imame rufen zu friedlichen Feiern auf, die sich auf Spiritualität und familiäre Solidarität konzentrieren. Die von den israelischen Behörden beschlossene Schließung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem für Aïd schürt jedoch ein Gefühl der Ungerechtigkeit bei vielen Gläubigen, ohne jedoch den in Frankreich erwarteten Festtagsgeist zu trüben.
Traditionen und Bedeutung
Aïd el-Fitr – wörtlich „Fest des Fastenbrechens“ – ist eines der beiden großen Feste des Islam. Es markiert das Ende eines Monats des täglichen Fastens, des intensiven Gebets und der spirituellen Besinnung. Zu den Traditionen gehören das rituelle Bad am Morgen, das Tragen schöner Kleidung, das Essen von Datteln vor dem Gebet und das familiäre Zusammensein bei festlichen Mahlzeiten. Formeln wie „Aïd Moubarak“ (gesegnetes Fest) oder „Aïd Saïd“ (glückliches Fest) werden an diesem Freitag in den Häusern und Straßen Frankreichs erklingen.
Die Übereinstimmung der wichtigsten französischen islamischen Institutionen über ein gemeinsames Datum wird auch als positives Zeichen der Einheit begrüßt, in einer Gemeinschaft, die oft von methodischen Unterschieden zwischen astronomischer Berechnung und traditioneller Mondbeobachtung geprägt ist.
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