Olympische Winterspiele 2026: Norwegen bricht Rekorde, Slowakei ohne Edelmetall
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo wurden am 22. Februar 2026 in der Arena di Verona feierlich beendet. Norwegen übertraf den Rekord für die Anzahl der Goldmedaillen, die USA gewannen erstmals seit 1980 Gold im Eishockey, während die Slowakei erstmals seit Salt Lake City 2002 ohne Edelmetall blieb.
Abschluss unter dem Gewölbe des antiken Amphitheaters
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo wurden am 22. Februar 2026 in der legendären Arena di Verona feierlich beendet. Die Abschlusszeremonie mit dem Titel „Schönheit in Aktion“ fand vor rund 12.000 Zuschauern in dem fast 2.000 Jahre alten römischen Amphitheater statt, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es war das erste Mal seit den Olympischen Spielen in Athen 1896, dass eine olympische Zeremonie in einem antiken historischen Denkmal stattfand. Der Abend war gefüllt mit Auftritten von lyrischen Opern über italienischen Pop bis hin zu zeitgenössischer elektronischer Musik – der Abschied wurde von Achille Lauro mit dem Lied Incoscienti Giovani abgeschlossen. Zum Abschluss erloschen gleichzeitig zwei olympische Feuer – eines in Mailand und das andere in Cortina d'Ampezzo – was eine historische Neuheit für die Winterspiele darstellte.
Norwegen schreibt Geschichte neu
Das Königreich der nordischen Skier dominierte erneut den Medaillenspiegel. Norwegen gewann 18 Gold-, 12 Silber- und 11 Bronzemedaillen – insgesamt 41 Medaillen – und übertraf damit seine eigenen Rekorde von Peking 2022. Der Held der Spiele war der Skilangläufer Johannes Hösflot Kläbo, der sechs Goldmedaillen gewann und sich damit zu einem der erfolgreichsten Olympioniken in der Geschichte der Winterspiele machte.
Den zweiten Platz belegten die Vereinigten Staaten mit 12 Gold-, 12 Silber- und 9 Bronzemedaillen. Ihr Triumph wurde durch ein dramatisches Eishockeyfinale gekrönt: Jack Hughes erzielte nach 1 Minute und 41 Sekunden der Verlängerung den Siegtreffer, die USA besiegten Kanada mit 2:1 und gewannen erstmals seit den Olympischen Spielen in Lake Placid 1980 Gold im Eishockey. Die Gastgeber aus Italien erlebten die historisch erfolgreichsten Olympischen Winterspiele – 30 Medaillen (10 Gold, 6 Silber, 14 Bronze) übertrafen den vorherigen nationalen Rekord von Lillehammer 1994. Die Niederlande belegten mit 20 Medaillen den dritten Platz in der Gesamtwertung, angetrieben von ihrer traditionellen Stärke im Eisschnelllauf.
Debüts und Meilensteine
Die Ausgabe 2026 brachte auch sportliche Neuheiten. Skibergsteigen (Ski Mountaineering) wurde erstmals als olympische Sportart vorgestellt und begeisterte die Zuschauer mit anspruchsvollen Leistungen auf den Bergstrecken. Insgesamt nahmen rund 2.900 Sportler aus aller Welt in 116 Disziplinen in 16 Wettkampfkategorien teil.
Slowakei ohne Medaille erstmals seit 2002
Für die slowakischen Fans brachten die Spiele eine Enttäuschung. Die slowakische Delegation eroberte keine einzige Medaillenstufe, was seit den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City im Jahr 2002 nicht mehr vorgekommen war. Am nächsten an einer Medaille waren die Eishockeyspieler – sie überstanden die Gruppe gegen Finnland (4:1) und Italien (3:2), im Viertelfinale besiegten sie Deutschland (6:2), doch im Halbfinale waren sie gegen die ausgezeichneten Amerikaner chancenlos (2:6). Im Spiel um Bronze unterlagen sie dann Finnland deutlich mit 1:6.
Von den individuellen Leistungen ist Marianna Jagerčíková hervorzuheben, die im Debüt-Skibergsteigen den 11. Platz belegte. Die Slowakei verlässt Italien ohne Edelmetall, aber das Eishockeyteam hat gezeigt, dass es zur europäischen Spitze gehört – und das kann eine Motivation vor heimischen Meisterschaften und zukünftigen olympischen Zyklen sein.
Die Staffel geht an die Riviera
Während der Abschlusszeremonie übergab Italien die olympische Flagge an Frankreich. Die Olympischen Winterspiele 2030 finden an der Französischen Riviera und in den angrenzenden alpinen Zentren statt. Die Organisatoren planen ein ähnliches dezentrales Modell, wie es sich in Italien bewährt hat – mit alpinen Gebieten für Bergdisziplinen und mit dem Küstenort Nizza als Reserve für festliche Veranstaltungen. Mailand und Cortina verabschieden sich somit von der Position der olympischen Gastgeber in der Anerkennung, dass sie es geschafft haben, Sport mit dem unsterblichen italienischen Kulturerbe zu verbinden.
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