USA gegen Kanada: Erstes Olympia-Eishockey-Finale seit 2010
Die Vereinigten Staaten und Kanada treffen am 22. Februar bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina 2026 im Spiel um die Goldmedaille im Herren-Eishockey aufeinander – genau am 46. Jahrestag des „Miracle on Ice“. Team USA jagt sein erstes olympisches Gold seit 1980.
Eine Rivalität erlebt auf der größten Bühne eine Neuauflage
Das Spiel um die Goldmedaille im Herren-Eishockey bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand Cortina verspricht, einer der prägendsten Momente dieser Spiele zu werden. Die Vereinigten Staaten und Kanada treffen in Mailand um 14:10 Uhr MEZ in einem Showdown aufeinander, der eine traditionsreiche Rivalität, generationenübergreifendes Talent und eine dramatische Nebenhandlung um die mögliche Rückkehr des verletzten Sidney Crosby vereint – und das alles an einem Datum, das für das amerikanische Eishockey eine fast schon mythische Bedeutung hat.
Wie sie hierher kamen
Team USA setzte im Halbfinale ein Ausrufezeichen und deklassierte die Slowakei am Freitag mit 6:2 in einer Demonstration klinischer Tiefe und Feuerkraft. Die Amerikaner – angeführt von den NHL-Stars Brady Tkachuk, Jack Eichel, Jack Hughes und Torhüter Connor Hellebuyck – zogen ungeschlagen durch die Vorrunde, bevor sie Schweden im Viertelfinale ausschalteten. Ihr Halbfinalsieg war nachdrücklich. „Es gibt nichts Besseres als das“, sagte Tkachuk über die Chance, um Gold zu spielen.
Kanadas Weg verlief dramatisch anders. Nachdem sie Mitte des zweiten Drittels mit 2:0 gegen Finnland zurücklagen und ihr verletzter Kapitän fehlte, schien das Aus besiegelt. Aber Nathan MacKinnon hatte andere Pläne. Sam Reinhart verkürzte zunächst den Rückstand, Shea Theodore glich früh im dritten Drittel aus, und dann – nur 36 Sekunden vor Schluss – versenkte MacKinnon einen Powerplay-Treffer und vollendete ein atemberaubendes 3:2-Comeback, das Kanada zum ersten Mal seit 12 Jahren ins Finale im Herren-Eishockey brachte.
Die Crosby-Frage
Über dem Finale schwebt das Schicksal von Kapitän Sidney Crosby, der mit einer Unterkörperverletzung ausfällt, die er sich im Viertelfinale gegen Tschechien zugezogen hat. Er wurde für das Spiel gegen Finnland ausgeschlossen und im Teamhotel mit einem Stiefel gesehen. Trainer Jon Cooper ließ die Tür offen: „Wir werden niemanden in Gefahr bringen... Aber wenn er spielen kann, wird er es definitiv tun.“ Für den 38-jährigen Crosby wäre der Gewinn einer dritten olympischen Goldmedaille das krönende Kapitel einer bereits legendären Karriere – und seine Anwesenheit könnte das Kräfteverhältnis entscheidend beeinflussen.
Sechsundvierzig Jahre Sehnsucht
Für Team USA ist dies mehr als nur ein Hockeyspiel. Amerikanische Männer standen seit dem 22. Februar 1980 nicht mehr auf dem olympischen Podest – als eine Gruppe von College-Amateuren die Welt schockierte, indem sie die Sowjetunion in Lake Placid in dem besiegte, was als Miracle on Ice bekannt wurde. Bemerkenswerterweise fällt das Spiel um die Goldmedaille 2026 auf den 22. Februar – genau den 46. Jahrestag dieser legendären Überraschung.
Verteidiger Zach Werenski gab zu, dass er vor dem Turnier die Netflix-Dokumentation über dieses Team gesehen hat. „Es hat mich definitiv ein bisschen mehr motiviert“, sagte er. „Wir sind uns bewusst, was auf dem Spiel steht.“ Ein Sieg würde auch das erste amerikanische Herren-Eishockey-Gold auf fremdem Boden seit Squaw Valley 1960 bedeuten.
Die Geschichte spricht für Kanada – aber die Dynamik für die USA
Kanada hat in allen olympischen Begegnungen zwischen den beiden Nationen einen überzeugenden 12:4-Vorsprung und gewann alle drei vorherigen Spiele um die Goldmedaille – 1920, 2002 und 2010. Aber dieses Turnier hat diese Erzählung bereits verkompliziert: Die Vereinigten Staaten besiegten Kanada in der Vorrunde mit 3:1 und signalisierten damit, dass diese Rivalität alles andere als entschieden ist. Kanada gewann Anfang des Jahres das 4 Nations Face-Off mit einem späten Overtime-Tor von Connor McDavid und fügte dem Hin und Her eine weitere Ebene hinzu.
Ein Finale, das jede Sekunde des Wartens wert ist
Ob Crosby nun auf dem Eis steht oder nicht, beide Kader sind mit den besten Spielern des Planeten besetzt, die um das höchste spielen, was der Sport zu bieten hat. Sechsundvierzig Jahre in der Vorbereitung für die Amerikaner. Zwölf für Kanada. Ein Spiel, eine Medaille, eine Chance auf Geschichte – und die ganze Welt schaut zu.
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