Slowakei gegen Finnland: Kampf um Olympia-Bronze
Nach der Halbfinal-Niederlage gegen die USA (2:6) treten die slowakischen Eishockeyspieler am Samstag bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand im Spiel um die Bronzemedaille gegen Finnland an – ein Team, das sie bereits in der Gruppenphase besiegt haben.
Der Traum der slowakischen Eishockeynationalmannschaft vom Finale ist geplatzt, doch die Bronzemedaille ist noch in Reichweite. Nach der Halbfinal-Niederlage gegen die USA (2:6) treffen die Slowaken am Samstag, den 21. Februar, bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand im Spiel um den dritten Platz auf Finnland – eben jenes Team, das sie bereits in der Gruppenphase bezwungen haben.
Halbfinal-Niederlage trübt Ambitionen nicht
Der Freitag, 20. Februar, brachte der Slowakei nicht das ersehnte Finale. Das US-Team siegte mit 6:2 und zog ins Finale ein, wo es auf Kanada trifft. Die Entscheidung fiel in den ersten beiden Dritteln – die USA führten mit 5:0, wobei sich Dylan Larkin, Tage Thompson, zweimal Jack Hughes sowie Jason Eichel und Brady Tkachuk durchsetzten. Für die Slowakei trafen Juraj Slafkovský in der 45. Minute und Pavol Regenda in der 54. Minute.
„Wir haben den Start des Spiels verschlafen, wir hatten schlechte Wechsel. Morgen steht noch ein wichtiges Spiel für uns an", räumte Slafkovský ein, der mit acht Punkten vor dem Halbfinale der produktivste Spieler seines Teams im Turnier war. Martin Fehérvary ergänzte: „Wir haben ein Eishockey gespielt, das wir während des gesamten Turniers nicht gespielt haben."
Der Weg in die Weltelite
Trotz der Halbfinal-Niederlage hat die Slowakei ein außergewöhnlich gutes Turnier gespielt. In der Gruppenphase besiegten sie die Finnen mit 4:1 – Slafkovský erzielte zwei Tore, außerdem trafen Dalibor Dvorský und Adam Ružička. Torhüter Samuel Hlavaj zeigte konstante Leistungen und parierte im Viertelfinale gegen Deutschland 25 Schüsse.
Das Viertelfinal-Duell mit Deutschland endete 6:2. Pavol Regenda verbuchte zwei Tore und einen Assist, auch Dvorský und Oliver Okuliar trugen sich in die Torschützenliste ein. Die Slowakei hatte sieben NHL-Spieler im Kader und zeigte, dass sie zur Eishockey-Elite gehört. „Es kommt auf das Team an, und das haben wir bewiesen – jeder einzelne Spieler hat von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft", betonte Regenda.
Finnland – ein unangenehmer, aber schlagbarer Gegner
Finnland ist historisch gesehen ein schwieriger Gegner für die Slowakei. Im Jahr 2010 in Vancouver verloren die Slowaken das Spiel um Bronze gegen Finnland mit 3:5. Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking unterlagen sie Finnland im Halbfinale mit 0:2, erkämpften sich aber dennoch Bronze durch einen 4:0-Sieg gegen Schweden. Die historische Bilanz spricht für die Nordländer, doch bei diesem Turnier sieht es anders aus.
Im Halbfinale in Mailand erlitt Finnland einen schmerzhaften Rückschlag – aus einer 2:0-Führung machte Kanada ein 3:2, wobei Nathan MacKinnon 35 Sekunden vor Schluss in Überzahl den Siegtreffer erzielte. „Im Moment ist das kein gutes Gefühl. Aber morgen wartet noch ein wichtiges Spiel auf uns", sagte der finnische Stürmer Kaapo Kakko.
Historische Chance für das slowakische Eishockey
Die Verteidigung der olympischen Bronzemedaille von Peking 2022 wäre für das slowakische Eishockey von enormer symbolischer Bedeutung. Trainer Vladimír Országh, der die Nationalmannschaft nach dem langjährigen Coach Craig Ramsay übernommen hat, würde die Slowakei bei seinem olympischen Debüt zu einer Medaille führen. In Mailand haben die Slowaken bewiesen, dass sie zu den vier besten Teams der Welt gehören.
Slafkovský ist überzeugt, dass das Team die Niederlage schnell verarbeiten wird: „Es wird ein ganz anderes Spiel als das erste im Turnier." Das Spiel um Bronze beginnt heute um 20:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die Slowakei hat die Chance zu bestätigen, dass sie weiterhin zur Weltspitze im Eishockey gehört.
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